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Otterbach und Jensig-Moor, 2006
 

 
Munitionsbelastete Sandwüste,
1992
 
 
Besucherangebote NSG Königsbrücker Heide

Große und unzerschnittene Landschaftsräume lassen sich in
Deutschland kaum noch finden. Das NSG "Königsbrücker Heide"
ist das größte zusammenhängende Schutzgebiet in Sachsen.
Ein 70 km² großes Areal ohne Straßen, Autobahnen und Schienen-
wege stellt auch im Freistaat eine besondere Ausnahme dar.
Fast 90 Jahre lang prägte die Nutzung als Truppenübungsplatz den
Landstrich. Zuvor war er über Jahrhunderte eine dünn besiedelte
bäuerliche Kulturlandschaft. 1992 rückte die letzte von vier Militär-
generationen aus der Heide ab. Damals waren 80 % des Geländes
nahezu waldfrei. Weitläufig sollen auf trockenen Standorten nährstoff-
arme Sandfluren und trockene Heiden als Hinterlassenschaft des
Militärs erhalten bleiben. Feuchtere Teile erobert inzwischen aufkom-
mender Wald zurück. Wildnis entsteht. Die artenreiche Tierwelt ge-
staltet diese Entwicklung auf vielfältige Weise mit. Sie soll möglichst
ungestört walten können. Darum gibt es keine öffentlichen Wege
mitten durch das Schutzgebiet. Dennoch ist auf unseren als Schau-
fenster angelegten Besucherpfaden die wieder entstehende Vielfalt
der Lebensräume hautnah zu erleben.
Der Rad-/Wanderweg Königsbrücker Heide verbindet die Besucher-
pfade mit dem Umland des Naturschutzgebietes.
 
Die Mitarbeiter der NSG-Verwaltung suchen bei Busführungen,
geführten Wanderungen, Vorträgen und Veranstaltungen den Dialog,
um über das Schutzkonzept zu informieren.
In Königsbrück entsteht ein Besucherzentrum.
 

 
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